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Kleine Geister

Puppen der Ureinwohner Nordamerikas

Eine Ausstellung der Klasse 8a, Oberschule an der Schaumburger Straße,in Kooperation mit Frau Dr. Claudia Roch, Überseemuseum Bremen, gesponsert von der Schuloffensive Bremen.

Ablauf des Projektes

Wir haben mit einer Mindmap begonnen, auf der wir unser bisheriges Wissen
über Indianer (Native Americans) in Stichpunkten aufgeschrieben haben.
Nachdem wir so unser Vorwissen notiert hatten, haben wir einen Film über Boarding Schools geschaut mit dem Titel “Wo ich zuhause bin“. Dieser Film gab uns einen ersten Einblick über einen wichtigen Aspekt in der Geschichte der Native Americans. Als nächstes haben wir uns dem Thema ‚Thanksgiving‘ zugewandt. Wir haben uns einige Exponate im Museum angeschaut und besprochen. ‚Thanksgiving‘ ist ein sehr wichtiges Fest in Nordamerika, wird allerdings von den Native Americans anders bewertet als von der Mehrheit der US-Amerikaner.

Im nächsten Schritt haben wir uns mit der Sprache der Lakota (Plains Indians) beschäftigt, die sich sehr von der englischen bzw. deutschen Sprache unterscheidet. Wir haben uns alle ein kleines Wörterbuch Lakota-Deutsch gebastelt. Nun, da wir etwas über die Lakota gelernt hatten, beschäftigten wir uns langsam mit unserem eigentlichen Thema ‚Indianische Puppen‘, über das wir eine Ausstellung erarbeiten wollten. Wir haben zunächst versucht, selbst kleine Puppen aus Maisblättern herzustellen. Das ist uns unterschiedlich gut gelungen.

Aus einer Auswahl an Puppenexponaten, die dem Museum zur Verfügung gestellt worden waren, haben wir uns dann jeweils eine Puppe ausgesucht. Interessant ist, aus welchen Materialien diese Puppen hergestellt wurden und zu welchen Zwecken sie angefertigt wurden, denn sie waren nicht nur ausschließlich zum Spielen da. Jeder von uns begann mit der Recherche zur eigenen Puppen bzw. Puppenart und schrieb einen eigenen Text zu der jeweiligen Puppe, der dann auch noch einmal überarbeitet wurde.

Während wir diese Texte geschrieben haben, wurden Fotos von den Puppen für die Ausstellung angefertigt.
Auf diese Weise haben wir einen Eindruck bekommen, wie die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen eines Museums vorgehen müssen, wenn sie eine Ausstellung vorbereiten.

Text: Dominik Säume/ Evelyn Nitschke

Indianische Puppen

Die Indianer verwendeten Puppen für Zeremonien oder die Puppen waren als Spielzeug gedacht. Waren sie zum Spielen gedacht, so waren sie nicht so kompliziert hergestellt.
Puppen wurden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Es gab Puppen aus Maisblättern, Leder, Holz und anderen Materialien. Einige Puppen hatten Kleidung, Haare, schönen Schmuck und noch mehr.
Es gab auch die sogenannten No-Face-Puppen, die, wie der Name schon sagt, kein Gesicht hatten. Diese Puppen hatten nach Vorstellung der Indianer eine Seele. Wenn jemand eine Puppe beschädigte, so konnte diese nicht sehen, wer ihr das angetan hatte und sich nicht am Übeltäter rächen.

Kachinas sind Figuren, meist aus Holz geschnitzt, die nicht für das Spiel vorgesehen sind. Sie stellen Naturgeister oder Ahnen dar. Sie sind Kultobjekte der Pueblo-Indianer und werden als heilige Wesen verehrt. Sie sind Vermittler zwischen den Geistern und den Menschen. So können sie zum Beispiel Regen bringen.
In den Zeremonien tragen Tänzer Masken, die die einzelnen Kachinas darstellen. Nur die Männer dürfen tanzen und diese Masken tragen, obwohl es auch weibliche Kachinas gibt. Die Figuren werden verschenkt von den Tänzern an Kinder und Frauen verschenkt. Sie dienen zur Belehrung und um Gesundheit und Fruchtbarkeit zu bringen.
Die Figuren sind auch als Sammelobjekte sehr beliebt und werden deshalb zum Verkauf an nichtindianische Touristen verkauft.

Text: Mia Kiy