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Bilder, die traurig machen

19.01.2022 von Ole Jensen

(Foto: pixabay.com)

„Vergiss deinen Namen nicht“, so heißt eine Ausstellung, die im November 2021 in der Kirche „Unser lieben Frauen“ in der Bremer Innenstadt gezeigt wurde. Die Ausstellung ist von Alwin Meyer, der jahrzehntelang nach den Kindern, die in Auschwitz waren, gesucht und vertrauensvoll mit ihnen gesprochen hat. Er hat ihre Geschichten aufgeschrieben und sie bekannt gemacht. Er will auf diese schrecklichen Geschichten aufmerksam machen, damit nicht vergessen wird, was passiert ist, und damit weiterhin Widerstand gegen den Rechtsextremismus geleistet wird.

Ich betrete die Kirche und gucke mich um. Eine Reihe von ausdruckslosen Gesichtern starrt in den großen Raum. An einer Wand aufgereiht stehen Plakate, auf denen Photos von kleinen Kindern abgebildet sind. Unter den Bildern sind Texte, die über die schreckliche Vergangenheit der Kinder berichten. Mindestens 232.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 17 Jahren wurden nach Auschwitz verschleppt. Unter ihnen Juden, Sinti und Roma und andere von den Nazis verfolgte Gruppen. Nur wenige von ihnen überlebten. Auf manchen Plakaten wird von Familien berichtet, die getrennt wurden, und von Kindern an denen schreckliche Experimente verübt wurden. In diesem Zusammenhang fällt oft der Name Mengele.

Zeitzeugen berichten von Experimenten bei denen Mengele zum Beispiel Kinder einer Temperatur von minus 20 Grad Celsius aussetzte und guckte ob sie überlebten. Oder er spritzte Zwillingen Krankheiten und guckte ob sie einen ähnlichen verlauf nahmen, die Situation in den Lagern war schrecklich, die Häftlinge bekamen kaum was zu Essen und viele mussten hart Arbeiten. Auf einem Plakat der Ausstellung stand zum Beispiel, das im Winter, die Asche der in den Krematorien verbrannten Menschen auf die Wege im Lager gestreut wurden damit es „nicht so glatt ist“. Die Häftlinge wurden geschlagen und getötet, dies passierte teilweise sogar vor anderen Häftlingen.
Diese Ausstellung ist schon vorbei, aber mir war es wichtig daran zu erinnern das dass nicht vergessen werden darf was passiert ist!

Quellen: Vergiss deinen Namen nicht (Ausstellung in der Kirche unser lieben Frauen) vom 3.11.2021-25.11.2021/ https://deutsch.radio.cz/mengeles-zwilling-a-782-8109581