Auf unserer Klassenfahrt nach Prag besuchten wir auch Theresienstadt. Vorher hatte ich kaum
von diesem Ort gehört, doch was ich dort gesehen und erfahren habe, werde ich so schnell nicht
vergessen.
Das Gefängnis der kleinen Festung
Theresienstadt ist eine alte Festungsstadt, die während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis als
Gefängnis genutzt wurde. In der sogenannten „kleinen Festung“ waren politische Gegner, Juden
und andere Menschen eingesperrt, die von den Nazis verfolgt wurden. Als ich durch die engen,
düsteren Zellen ging, konnte ich mir kaum vorstellen, wie schlimm es für die Menschen gewesen
sein muss, dort unter solchen Bedingungen zu leben. Es war bedrückend, sich vorzustellen, wie
viele hier ihr Leben in Angst und Verzweiflung verbracht haben.
Meine Eindrücke
Der Besuch hat mich wirklich nachdenklich gemacht. An einem Ort zu stehen, an dem früher so
viele Menschen gelitten haben, war eine ganz besondere Erfahrung. Es war nicht leicht, die
Geschichten der Gefangenen zu hören und zu begreifen, wie grausam die Zeit damals war. Ich
habe versucht, mir vorzustellen, wie es gewesen sein muss, dort eingesperrt zu sein, aber das ist
fast unmöglich. Diese Vorstellung hat mich aber auch daran erinnert, wie gut es uns heute geht
und wie wichtig es ist, solche Orte und Geschichten nicht zu vergessen.