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TikTok-Verbot in den USA

Hand mit einem Handy vor der US-Flagge mit rotem Stoppschild
TikTok: Nein danke!

Im April 2024 hatte der US-Kongress mit Stimmen von Demokraten und Republikanern
mehrheitlich für ein Gesetz gestimmt, das den Verkauf von TikTok verlangt. Die dafür
gesetzte Frist von 270 Tagen ist am 19.01.25 abgelaufen, aber der gerade neu eingeführte
Präsident Donald Trump hat den Amerikaner*innen 90 Tage mehr Zeit verschafft.
TikTok selbst war bis vor den Supreme Court gezogen, was der Oberste Gerichtshof in
den USA ist, um sich gegen das drohende Verbot zu wehren mit dem Argument, durch ein
Verbot werde das Recht auf Redefreiheit verletzt.
Die US-Regierung hat Sorge, dass China sich über die App Zugang zu Daten von US-Nutzern
verschafft oder Einfluss über der Plattform nimmt. Einfluss könnte TikTok z.B. bei
Modetrends, Kaufentscheidungen, politischer Information oder Desinformation oder
anderen Themen nehmen. Diese Vorwürfe wurden von TikTok stets zurückgewiesen. Noch
ist völlig offen, an wen TikTok im Falle eines Verkaufs gehen könnte. Bestehende Käufer
sind Elon Musk und MrBeast. MrBeast ist ein Amerikanischer Unternehmer und YouTuber.
Die Amerikaner sind davon sehr entsetzt und suchen nach alternativen Plattformen. Die
haben sie offenbar in der chinesischen Social-Media-Plattform RedNote gefunden. Leute
aus Deutschland haben sich RedNote auch runtergeladen, damit sie die Amerikanischen
Medienpersönlichkeiten weiter verfolgen können. Es gibt auch andere Möglichkeiten wie
z.b. YouTube, Instagram, Facebook, Twitch oder X (damals bekannt als Twitter).
Noch ist es ein offener Prozess und wir werden sehen, ob das Gesetz in Kraft tritt und
TikTok an die USA verkauft wird, ob es sogar abgeschaltet wird oder ob die Chinesen und
die Amerikaner eine andere Lösung finden.

(Text: Nele Kahrs, 10c)