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Ist doch alles Müll

09.02.22 von Merit Cordes

Ich sitze auf einem Stuhl in der Redaktion der Schülerzeitung „Schaumstoff“. Ich sehe skeptisch auf die Liste von Vorschlägen für ein neues Artikelthema. Ich habe sie mir bereits zum dritten mal durchgelesen, aber ich kann mich für kein Thema entscheiden. Ich beschließe, dass ich mir selbst ein Thema suchen muss. Was kann ich für ein Thema nehmen? Ich lasse meine Gedanken über den Schulhof schweifen und meine Erinnerung bleibt an den Mülleimern hängen. Hatte die Schule nicht mal ein Müllproblem? Ich denke kurz darüber nach und entschließe mich, dass ich das Thema Müll bearbeiten will. Einen Satz habe ich sofort vor Augen: Die Menge macht’s.

Die Menge macht’s. Damit ist gemeint, dass alles schädlich sein kann, wenn man zu viel davon nimmt. Zum Beispiel Salz. Salz ist etwas, das in so gut wie jedem Nahrungsmittel vorkommt. Eine kleine Menge ist ungefährlich, aber bereits eine Menge von 0,5 bis 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht kann realistisch zum Tod führen. Das bedeutet im übertragenen Sinn, bis zu einer gewissen Menge Müll geht es noch einigermaßen, aber zu viel Müll ist schlecht!

Was kann man gegen zu viel Müll tun?

Ich möchte hier einige neue und alte Vorschläge aufschreiben.

Zu starke Vermüllung kann in der Schule durch das Aufstellen von Mülleimern, Müllcontainern, Mülldiensten unter den Schüler/innen und Aufräumaktionen verhindert werden. Aber auch Ideen für die Schüler selbst gibt es, zum Beispiel das Mitbringen von Brotdosen (wenn möglich nicht aus Plastik), von wiederverwendbaren Trinkflaschen (wenn möglich aus Glas) und mehr darauf zu achten, seinen eigenen Müll fachgerecht zu entsorgen.

Warum wird Plastik überhaupt soviel genutzt?

Plastik hat den Vorteil, dass es sehr robust und vielseitig einsetzbar ist. Außerdem ist Plastik billiger als viele andere Materialien. Doch leider zersetzt sich Plastik sehr langsam. Ein Plastikbecher braucht 50 Jahre bis er von Wind und Wetter zersetzt wird. Ein Tetrapack braucht 200 Jahre und eine Plastikflasche benötigt sogar 450 Jahre bis sie vollständig zersetzt ist. Das dauert ganz schön lange. Wenn man sich jetzt vorstellt, das es so viel Plastikmüll gibt, sind die Chancen auf weniger Plastikmüll ziemlich gering.

Aber vielleicht wird es eines Tages wieder einen Blauen Planeten geben.

Foto und Bild: Merit Cordes